Vitalzeichen

013_Gefäßprothesen im Fokus

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In dieser Podcast-Folge erläutert der Gefäßchirurg Prof. Dr. med. Mathias Wilhelmi die zentrale Rolle und die aktuellen Grenzen von Gefäßprothesen in der modernen Medizin. Während körpereigene Venen aufgrund ihrer biologischen Verträglichkeit und geringen Thrombosegefahr bevorzugt werden, müssen bei deren Fehlen oft synthetische Materialien wie Dacron oder Teflon als Bypass genutzt werden.

Ein wesentliches Problem herkömmlicher Kunststoffe bleibt jedoch ihre Anfälligkeit für Infektionen und Blutgerinnsel, insbesondere bei sehr kleinen Gefäßdurchmessern wie den Herzkranzgefäßen. Um diese Hürden zu überwinden, konzentriert sich die aktuelle Forschung auf das Tissue Engineering, bei dem biologische Trägerstrukturen im Bioreaktor mit patienteneigenen Zellen besiedelt werden.

Ziel ist die Entwicklung bioartifizieller Implantate, die sich wie natürliches Gewebe verhalten und langfristig die Heilungschancen bei schweren Gefäßerkrankungen verbessern. Trotz vielversprechender Laborergebnisse erschweren jedoch strenge regulatorische Auflagen und hohe Entwicklungskosten den schnellen Transfer dieser Innovationen in den klinischen Alltag.

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