Mariana Friedrich: Mariana Friedrich: Hey Marc, sag mal, stimmt es, dass ihr Biomedizintechniker Wundauflagen aus Fischhaut machen könnt? Wie geht das denn?
Marc Müller: Marc Müller: Mariana, das ist eine sehr gute Frage und die könnten dir meine Studierenden jetzt eigentlich super erklären. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, dann könnten sie doch einfach anstatt ihr gelerntes Wissen in Klausuren runterzubeten, so etwas mal für die Öffentlichkeit aufbereiten.
Marc Müller: Marc Müller: Moin, das ist wieder Vitalzeichen. Der Biomedizintechnik-Podcast der Leibniz Universität Hannover. Ein Transferprojekt mit Studierenden, medizintechnischen Entwicklungen und dem Blick in die klinische Praxis.
Mariana Friedrich: Mariana Friedrich: In etwa so kam die Idee zur Neuauflage von Vitalzeichen zustande. Vitalzeichen sollte mal ein Podcast werden, bei dem Marc und ich die Welt der Biomedizintechnik vorstellen. Wer forscht wo, wie läuft das Studium ab? Warum ist das für Menschen, die nicht in der Materie stecken, interessant?
Marc Müller: Marc Müller: Genau, und dieses Konzept soll sich jetzt ein wenig ändern. Wir überführen das Ganze, nutzen aber die Vitalzeichen-Plattform weiterhin und möchten, dass die Studierenden ihr gelerntes Wissen an Menschen außerhalb der universitären Bubble weitergeben, aber gleichzeitig halt auch vertiefen, wie sie Wissenstransfer und Forschung für sich selber aufbereiten und auch als Kompetenz nachhaltig in ihr Leben und ihr Berufsleben verankern. Ich bin Marc Müller, ich bin Dozent an der Fakultät für Maschinenbau der Leibniz Universität Hannover.
Mariana Friedrich: Mariana Friedrich: Und ich bin Mariana Friedrich, Journalistin, Podcasterin und Kommunikationsberaterin. Gemeinsam haben wir das Projekt Vitalzeichen ins Leben gerufen. Um welche Themen geht es jetzt bei diesem Podcast? Wenn wir uns verletzen, krank werden, medizinische Versorgung brauchen, brauchen Ärztinnen und Ärzte Material, mit dem sie uns behandeln können. Verbände, Pflaster, Implantate. Diese Materialien werden ständig weiterentwickelt. Wusstet ihr zum Beispiel, dass es Fäden gibt, die so dünn sind, dass sie nur unter dem Mikroskop vernäht werden können? Oder eben, dass Wundauflagen wirklich aus Fischhaut und Schweinehaut gemacht werden können?
Marc Müller: Marc Müller: In der Vorlesung sind das häufig theoretische Inhalte, die wir den Studierenden weitervermitteln oder vermitteln wollen, aber uns fehlt immer so ein bisschen der praktische Bezug. Das war jetzt einfach die Motivation hinter Vitalzeichen, das heißt, die Studierenden werden mit Klinikerinnen und Klinikern beziehungsweise in dem Fall terminbedingt tatsächlich nur mit Klinikern in Kontakt gebracht und wir haben Themen ausgesucht, die sehr, sehr breit und sehr, sehr divers sind. Also wir haben, wie du schon gesagt hast, Nahtmaterialien, damit hat glaube ich jede und jeder schon mal Berührungspunkte gehabt. Wir haben aber auch Brustimplantate, was per se quasi eher eine Personengruppe betrifft, oder halt Gefäßprothesen, die sehr typisch für ältere Kohorten sind, also sind sehr breit aufgestellt in den Themen, haben dafür wirkliche Experten aus der Klinik, die den Alltag beleuchten: Wie bringen wir diese Implantate oder Produkte an oder in die Patientin und was gibt es für Herausforderungen überhaupt mit diesen Materialien und wo funktionieren sie vielleicht auch einfach noch nicht?
Mariana Friedrich: Mariana Friedrich: Für die erste Staffel haben fünf Gruppen mit je acht bis zehn Studierenden wirklich coole Folgen zu den Themen Wundauflagen, Nahtmaterialien, Gefäßprothesen, Hämodialyse und Brustimplantate vorbereitet. Für euch, um zu erklären, wie sich die medizinische Technik entwickelt, um Patientinnen und Patienten besser helfen zu können. Aber auch für sich, um zu lernen, wie die Forschung aus ihrem Feld in der Praxis angewendet wird und wie sie wissenschaftliche Themen mit einfachen Worten erklären können.
Marc Müller: Marc Müller: Ja, und ich glaube ich sage nicht zu viel, wenn ich sage, dass da einfach total spannende Folgen entstanden sind, die hinter die Kulissen gucken lassen und die unsere Erwartungen bei weitem übertroffen haben. Und da müssen wir einerseits den fünf Gästen danken, die sich wirklich sehr, sehr flexibel und auf die Studierenden eingehend mit dem Thema auseinandergesetzt haben und Frage und Antwort in der Aufzeichnung gestanden haben, aber vor allem auch den Studierenden. Also die waren das erste Mal mit dieser Aufgabe konfrontiert, etwas so aufzubereiten und haben das, wie du gesagt hast, sich da sowohl fachlich als auch von den neuen Medienkompetenzen mit extrem viel Kreativität und Motivation reingearbeitet und sich in diese Aufgabe gestürzt. Ich glaube für uns beide war vielleicht der schönste Moment, als wir gesehen haben, dass sie im Prinzip das Verfahren einer mündlichen Prüfung umgekehrt haben und so gut vorbereitet waren, dass sie alles wussten und an der richtigen Stelle nachhaken konnten und das war einfach wirklich sehr toll zu sehen.
00:05:01: Mariana Friedrich: Wenn ihr Feedback für uns habt, Anregungen für die nächsten Studierendengruppen oder Themenwünsche, schreibt uns gerne an vitalzeichen@biomedizintechnik.uni-hannover.de. Die Adresse findet ihr auch auf der Podcast-Seite. Schaut auch auf unsere Social-Media-Kanäle. Und schon jetzt vielen Dank, dass ihr dieses Projekt durchs Anhören unterstützt. Jetzt aber genug der Vorrede, wir wünschen euch viel Spaß beim Hören der neuen Folgen von Vitalzeichen.